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Wahlbezirk Kirchheim Baden-Württemberg


 

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Die Energiewende schafft arbeit.
Bericht von unserer Veranstaltung vom 8. Februar 2010
mit Ernst Ulrich von Weizäcker




Ernst Ulrich von Weizäcker auf YouTube© <dsl oder höher sollte vorhanden sein!


„Mit dem Klima ist nicht zu spaßen! – Warum geschieht so wenig?“

Diese Frage stand über dem Vortrag, den Ernst-Ulrich von Weizsäcker, weltweit anerkannter Fachmann für Umweltfragen, auf Einladung der Landtagsabgeordneten Sabine Fohler am 8. Februar 2011 in der gut besetzten Ulrichskirche hielt.

Zerstörerische Klimaereignisse geschehen unerwartet ohne lange Vorwarnung
– siehe Australien. Hauptverursacher:
Zu viel CO2 durch Industrie, Verkehr, Heizung. Ein erster Schritt zu weniger CO2 war das Erneuerbare-Energien-Gesetz der rot-grünen Bundesregierung, heute von 50 Ländern in den Grundzügen übernommen. Gerade die aufstrebenden Länder Asiens haben entgegen landläufiger Meinung hier dieselben Interessen wie Europa, liegen doch fast alle ihre Wirtschaftszentren am Meer und sind von dessen Anstieg bedroht.
Diesen Ländern stehen derzeit noch ignorante Regierungen etwa in den USA, in Kanada, Russland, Australien gegenüber. In Zukunft, so v. Weizäcker, dürfe die Kurve wirtschaftlicher Entwicklung nicht wie in der Vergangenheit von „arm und sauber“ über „reich und schmutzig“ zu „reich und sauber“ verlaufen, sondern müsse von Anfang bis Ende „grün“ sein.

Aber wie? Künftig sei nicht mehr hoher CO2-Ausstoß Indikator des Wohlstands, sondern die Ablösung der Arbeitsproduktivität durch Ressourcenproduktivität.
Was heißt das, auch für Baden-Württemberg, auch für Altbach? Fortschritt und Wohlstand hängen künftig davon ab, dass man z. B. aus einer kWh, aus einer Tonne Öl, einem Liter Benzin ein Mehrfaches der gegenwärtigen Effizienz gewinnt, dass Passivhäuser und kluge Altbausanierung den Energieverbrauch um über 80% senken, dass für 100 Kalorien aus Rindersteak nicht mehr 1000-2000 Kalorien in der nicht-ökologischen Landwirtschaft aufgewandt werden... Für die Fülle der Beispiele reicht hier der Platz nicht..Kurzum:

Eine Menge einzelner kluger Maßnahmen kann in etlichen Jahrzehnten den Ressourcenverbrauch um den Faktor Fünf (so der Titel seines jüngsten Buches) senken,
ohne den Wohlstand zu gefährden. Es werde Verlierer geben – z. B. LKW, Flugzeug, Grundstoffindustrie
– aber mehr Gewinner:
Handwerk, Wartungsdienste, hightech-recycling, Ökolandwirtschaft und viele mehr
– und auf jeden Fall die Länder, die rechtzeitig umdenken.

2 Das politische Fazit von Sabine Fohler:
Es kommt auch und gerade in der Landespolitik darauf an, diese Ziele energisch zu verfolgen. Die Grundlage dafür sei ohne Zweifel die Förderung von Bildung und Wissenschaft. Langanhaltender Beifall für von Weizsäckers anschauliche, mitreißende und bisweilen humorige Analyse einer nötigen Energiewende, dieArbeit und Wohlstand schafft
Dr. Hans-Dieter Reeker (Vorsitzender).

 

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